Dimension sexuelle Orientierung

Ob heterosexuell, schwul, lesbisch oder bisexuell: Die sexuelle Orientierung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters wird häufig nicht als unternehmensrelevant erkannt und als „Privatsache“ bezeichnet. Zunehmend erkennen Unternehmen allerdings, dass ein aufgeschlossene Umgang mit dieser Dimension sowie eine offene Unternehmenskultur viel Motivation und Leistungsenergie freisetzen. Außerdem öffnet sie Türen zu neuen Talent und Kundengruppen. Vor allem von der jüngeren Generation wird ein offener Umgang mit dieser Dimension erwartet.

Zentrale Begriffe, die beim Diversity Management in diesem Zusammenhang häufig benutzt werden, sind:

  • LGBT: Die vier Buchstaben stehen für Lesbisch, Gay (Schwul), Bi-Sexuell, Trans-Sexuell (als Ausprägungen von Homosexualität im Gegensatz zur Heterosexualität).
  • Sexuelle Orientierung: Gemeint ist damit das Begehren für ein Geschlecht. Jeder Mensch hat eine sexuelle Orientierung. Bezieht sie sich auf das gleiche Geschlecht wie das eigene, wird sie als Homosexualität bezeichnet.
  • Transgender: Gemeint ist, dass das biologische Geschlecht und die Selbstwahrnehmung bezüglich des eigenen Geschlechtes auseinanderfallen.

Die an sich „nicht sichtbare“ Dimension der sexuellen Orientierung wird in vielen Unternehmen durch Netzwerke oder Mitarbeitergruppen sichtbar. Diese LGBT-Netzwerke haben einerseits den Zweck, eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. Andererseits bieten diese Gruppen eine spezifische Perspektive für den Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen im Unternehmen und stellen diese darüber hinaus im Hinblick auf die Ansprache der Kundschaft – Stichwort pink Marketing – zur Verfügung.

[Quelle: www.charta-der-vielfalt.de]